Sichelzellendiagnostik

Bei einer Sichelzellenanämie kommt es aufgrund eines Gendefekts zur sichelförmigen Deformierung der Erythrozyten. Diese führt oft zu Verschlüssen kleiner und größerer Arterien mit rezidivierenden Durchblutungsstörungen, die durch erhöhte Blutflussgeschwindigkeiten wiederum einen Schlaganfall verursachen können. Die Krankheit tritt vor allem im Verbreitungsgebiet der Malaria auf und findet durch eine Genmutation bei den Kindern der infizierten Personen seinen Ausdruck. Durch Migration verbreitet sich die Sichelzellenanämie global und ist heutzutage nicht mehr nur in den ursprünglichen Malariagebieten zu finden.

Schneller Sichelzellen-Report mit TCD

Mittels einer Untersuchung mit dem TCD Routineprogramm wird dem Anwender die Möglichkeit gegeben, automatisch die Gefäßabschnitte mit den höchsten Blutflussgeschwindigkeiten darzustellen und somit die notwendigen Messdaten schnell und auf einfache Art und Weise zu ermitteln. Die so gewonnenen Daten können in einem von DWL speziell entwickelten Sickle Cell Report zur schnelleren Befundung zur Verfügung gestellt werden.

Hilfreich für Prognose und Diagnose

Der transkranielle Doppler hat seinen Stellenwert aber nicht nur in der Diagnostik, sondern auch in der Prognostik und ist Entscheidungshilfe zur optimalen Therapieplanung für Bluttransfusionen. Bluttransfusionen bei Patienten mit anormalen TCD-Werten reduzieren das Schlaganfall-Risiko signifikant. Kinder, die von Bluttransfusionen profitieren können, können laut Studienlage bereits Monate vor einem Schlaganfall mithilfe von TCD-Messungen erkannt werden.

 

Mehr Informationen hierüber finden Sie in unserem Doppleratlas unter Sichelzellenanämie.